Folgende Regionalveranstaltungen fanden statt:

3. Regionalveranstaltung „Zukunftsperspektiven für die Kohleregion Ibbenbüren | Fokus 3: Eine Region im Wandel | Standorte mit neuer Perspektive“

Rund 150 Interessierte kamen aus der Kohleregion Ibbenbüren, um sich über die Zukunftsperspektiven der Schachtanlagen von Oeynhausen und Nordschacht sowie den Bergehalden am Dickenberg zu informieren. Begrüßt wurden sie von Dr. Marc Schrameyer, Bürgermeister der Stadt Ibbenbüren und Vorsitzender des Entscheidungsgremiums Kohlekonversion sowie von Dr. Klaus Effing, Landrat des Kreis Steinfurt.

Nach circa eineinhalb Jahren Arbeit an der Potenzialanalyse konnten nun endlich die Szenarien für die Standorte präsentiert werden. Das Wissen von zahlreichen Experten, den Ideen aus der Bürgerbeteiligung und den Fachgutachten der beauftragten Planungsbüros sind in diese Szenarien eingeflossen.

Die Konzepte sehen vor, dass auf den Schachtanlagen eine Mischung aus Gewerbe, Gründungs- und Innovationszentren, Dienstleistung und Handwerk entsteht. Einige Gebäude haben dabei auch das Potenzial, eventuell als Denkmal erhalten zu bleiben und in deren Umfeld touristische Nutzungen zu etablieren. Insgesamt werden die Schachtanlagen durch Grünzüge gegliedert, um Teilbereiche zu rekulitvieren, eine Verknüpfung an die umgebenden Landschaftsräume herzustellen und Fuß- und Radwegeverbindungen zu ergänzen.

Die Bergehalden am Dickenberg werden in den stillgelegten Bereichen schon jetzt zur Naherholung genutzt. Auf dieses Potenzial soll aufgebaut werden. Das Wegenetz kann erweitert und durch Aussichtspunkte und Ruhebänke ergänzt werden. Gerade für die Bergehalden sind aus der Bürgerbeteiligung viele Ideen eingegangen, die in die Konzepte mit aufgenommen wurden. So zum Beispiel der Startplatz für Drachen- und Gleitschirmflieger, eine Gastronomie mit Aussicht oder die Idee der Themenwanderwege zum Bergbau. Die Idee, einen Bikepark auf den Halden einzurichten kam sowohl von einigen Bürgern. Dies wird allerdings auch von den Tourismusverbänden wie Tecklenburger Land e.V., Münsterland e.V. als auch TerraVita begrüßt.

„Die Szenarien sind ein erstes Ergebnis unserer Arbeit und müssen in Zukunft weiter ausgearbeitet und konkretisiert werden“, so Uwe Manteuffel, Geschäftsführer der Schnittstelle Kohlekonversion. Die Veranstaltung bot daher auch das Forum, über diese Entwürfe zu diskutieren. Und dies wurde rege genutzt. In den Themeninseln konnten sich die Besucher mit den Stadtplanern, Regionalökonomen und Vertretern der RAG über die Konzepte austauschen.

In der abschließenden Podiumsdiskussion beteuerten Korinna Zeumer (Wirtschaftsministerium NRW), Prof.Dr. Hans-Peter Noll (RAG Montan Immobilien), Matthias Schmied (Bezirksregierung Münster) und Birgit Neyer (WESt), dass die Konzepte durchaus realistisch sind und gerade die regionale Zusammenarbeit der Kohlekommunen gelungen ist. Alle gaben Ihre Zusage, die Arbeit der Kohleregion auch in Zukunft zu unterstützen. Das freut auch Dr. Marc Schrameyer, Vorsitzender des Entscheidungsgremiums Kohlekonversion. Er sieht das Thema Kohlekonversion als Chefsache, da es viele Querschnittsthemen der Verwaltung betrifft und das Bild der Standorte und unserer Region in Zukunft sehr verändern wird.

(Fotos: Eva Rammes)

Downloads:

Zukunftsperspektiven für die Kohleregion Ibbenbüren_November 2015_Programm (0,5 MB)

Zukunftsperspektiven für die Kohleregion Ibbenbüren_November 2015_Einstiegspräsentation (3MB)

Zukunftsperspektiven für die Kohleregion Ibbenbüren_November 2015_Gewerbepark von Oeynhausen (3 MB)

Zukunftsperspektiven für die Kohleregion Ibbenbüren_November 2015_Gewerbepark Am Nordschacht (2 MB)

Zukunftsperspektiven für die Kohleregion Ibbenbüren_November 2015_Die Bergehalden (3,5 MB)

Auch der WDR hat in seiner Lokalzeit Münsterland live von der Veranstaltung berichtet:

(ab 16.53 min)

 

 

2. Regionalveranstaltung „Zukunftsperspektiven für die Kohleregion Ibbenbüren | Fokus 2: Potenziale der Bergbauflächen und -immobilien“
10. März 2015

Im Fokus der zweiten öffentlichen Veranstaltung der Reihe „Zukunftsperspektiven für die Kohleregion Ibbenbüren“ standen die Schachtanlage von Oeynhausen und der Nordschacht.

Eröffnet wurde die Veranstaltung von Heinz Steingröver, Bürgermeister der Stadt Ibbenbüren und Thomas Kubendorff, Landrat des Kreis Steinfurt, der damit auch die Unterstützung des Kreises Steinfurt an dem Strukturwandel betonte. Auch Jörg Buhren-Ortmann von der RAG Anthrazit Ibbenbüren GmbH begrüßte die zahlreichen Gäste.

Themenschwerpunkt des Abends war, die Rahmenbedingungen und die wesentlichen Aspekte des Planungsprozesses für die künftige Nutzung der Bergbauflächen und -immobilien aufzuzeigen.

Heinz-Dieter Pollmann, RAG Anthrazit Ibbenbüren GmbH berichtete zunächst über die Produktion und Auslaufplanung der Schachtanlagen bis 2018.

Besonderen Anklang fanden die Ausführungen von Ludger Hermes, Bezirksregierung Arnsberg und Axel Köster, RAG Montan Immobilien GmbH. Ludger Hermes referierte über das Abschlussbetriebsplanverfahren, ein förmliches Verfahren aus dem Bundesberggesetz, mit dem die Bezirksregierung Arnsberg als Bergbaubehörde den Rückzug aus dem Steinkohlebergbau steuert. „Bei der Durchführung kann die Bergbehörde auf Jahrzehnte lange Erfahrung zurückblicken, da mit Rückgang des Bergbaus im Ruhrgebiet und im Aachener Revier eine Vielzahl von Verfahren zu führen war“, versichert Ludger Hermes und gibt damit die Sicherheit, auch den Strukturwandel in der Kohleregion Ibbenbüren gut begleiten zu können.

Wie verlief die Konversionsplanung auf anderen Bergwerksstandorten im Ruhrgebiet? Diese Frage beantwortete Axel Köster von der RAG Montan Immobilien. Eindeutige Tendenz: von der Schließung über die Planung bis hin zur Neueröffnung der neuen Nutzungen vergehen Jahrzehnte.

Im Anschluss an die Vorträge hatten die rund 150 Gäste Zeit, sich an Informationsständen mit der Schnittstelle Kohlekonversion, den beteiligten Planungsbüros und den Experten der RAG über die bisherigen Planungsschritte zu informieren und zu diskutieren.

Programmflyer und Vorträge

Ausstellung der Schnittstelle Kohlekonversion


1. Regionalveranstaltung „Zukunftsperspektiven für die Kohleregion Ibbenbüren | Fokus 1: Die Halden“
09. September 2014

Im Fokus der Auftaktveranstaltung dieser Reihe standen im September 2014 die Bergehalden der RAG Anthrazit Ibbenbüren GmbH und deren Potenziale für eine Nachnutzung.Dazu gab es Fachvorträge zu den Potenzialen der Haldenstandorte in der Kohleregion Ibbenbüren ein Erfahrungsbericht zur Nutzung des Piesbergs Osnabrück als Kultur- und Landschaftspark. Im Anschluss diskutierten die Teilnehmer im Podium über die Potenziale der Halden in Ibbenbüren.



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