Befragung der potenziellen Nutzer*innen des Gründer- und Innovationszentrums

Die Schnittstelle Kohlekonversion setzt sich für einen positiven Strukturwandel in den sechs Kohlekommunen Ibbenbüren, Mettingen, Recke, Westerkappeln, Hopsten und Hörstel ein. Nach dem Rückzug der RAG sollen gute Aussichten für die Region geschaffen werden. Die Fläche in Ibbenbüren entwickelt sich zu einem innovativem Gewerbe- und Industriestandort. Am Tor West, dem zentralen Eingangsbereich des neuen I-NOVA Parks, plant die Kohleregion ein Gründer- und Innovationszentrum, das INOWERK, anzusiedeln. Hierzu wurde zwischen dem 12. Oktober 2020 und dem 31. Juli 2021 bereits eine Testphase mit einem kostenlosen Arbeitsplatz im Rahmen des Innovationsstipendiums „Start up for free!“ durchgeführt.

Bei Gründer- und Innovationszentren handelt es sich um Angebote für Jungunternehmer*innen und Gründer*innen, die Räumlichkeiten und technische Ausstattung eines solchen Zentrums zu nutzen sowie gleichzeitig von Hilfestellungen und Synergieeffekten zu profitieren. Grundsätzlich sollen innovative Gründungen und Unternehmen gefördert werden, ein Branchenschwerpunkt ist aber nicht erforderlich.

Für die Ansiedlung eines solchen Zentrums in Ibbenbüren wird derzeit eine Machbarkeitsstudie durch die CIMA Beratung + Management GmbH erstellt. In dem dialogorientierten Planungsprozess werden unter anderem potenzielle Nutzer*innen sowie kommunale Vertreter*innen, Wirtschaftsförderer*innen, erfahrene Unternehmer*innen, potenzielle Projektpartner*innen und weitere Personen mit Fachexpertise beteiligt. Weitere Informationen zur Machbarkeitsstudie können Sie hier auf der Projektwebsite nachlesen.

Die Beteiligungsphase soll nun mit einer Befragung von potenziellen Nutzer*innen fortgeführt werden. Teilnehmen können sowohl bestehende Unternehmen als auch (potenzielle) Gründer*innen, die sich für das Projekt interessieren. Dazu ist es nicht erforderlich, dass Sie derzeit in Ibbenbüren angesiedelt sind. Die Befragung läuft vom 11.01.2022 bis zum 13.02.2022 und ist über folgenden Befragungslink zugänglich. Wir würden uns freuen, wenn Sie sich die Zeit nehmen und an der Befragung teilnehmen. Die Teilnahme ist freiwillig und ohne eine Registrierung möglich. Informationen zur Befragungsmethodik und Nutzung personenbezogener Daten der cima finden Sie in unserer Datenschutzerklärung sowie den Betroffenenrechten und Informationspflichten. Mit einem Klick auf den Umfragelink erklären Sie sich einverstanden mit der Nutzung Ihrer Daten nach Art. 6 Abs. 1 Lit. A der DSGVO und dass Sie die Hinweise gelesen haben. Die Teilnahme ist auch über den folgenden QR-Code und Link möglich.

Wir bedanken uns bereits jetzt für Ihre Teilnahme! Die Ergebnisse der Befragung fließen in die Erstellung der Machbarkeitsstudie ein. Ebenfalls können Sie bei Interesse gerne zusätzlich an Workshops teilnehmen, die im weiteren Verlauf der Machbarkeitsstudie noch durchgeführt werden. Hierzu können Sie Ihre Kontaktdaten in der Umfrage angeben oder sich direkt melden. Bei Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Ansprechpartner*innen

CIMA

Marc Peus

peus@cima.de

Tel: 0511/22007966

Schnittstelle Kohlekonversion

Franziska Flöthmann

franziska.floethmann@ibbenbueren.de

Tel: 05451/9317224

 

„Gute Aussichten – INOWERK Ibbenbüren am Tor West“
Machbarkeitsstudie für ein Gründer- und Innovationszentrum

Im Mai 2021 startete das Projekt zur Erarbeitung einer Machbarkeitsstudie für ein Gründer- und Innovationszentrum in Ibbenbüren. Mit der Aufgabe betraut wurde die CIMA Beratung + Management GmbH an den Standorten Hannover und Lübeck. Heute stellt das Unternehmen sich selbst und das Projekt inklusive der in den nächsten Monaten anstehenden Aufgabenstellungen vor.

Einordnung der Aufgabenstellung

Die Kohleregion Ibbenbüren gestaltet nach dem Rückzug des Steinkohlebergbaus bereits seit 2014 mit zukunftsweisenden Planungen einen Strukturwandel. Einzelne Flächennutzungen werden derzeit mit vorbereitenden Untersuchungen konkretisiert und schrittweise umgesetzt.

Hierzu zählt auch die nun zu erstellende Machbarkeitsstudie für ein Gründer- und Innovationszentrum auf den ehemaligen Flächen der Schachtanlage von Oeynhausen in Ibbenbüren. Das Areal des sogenannten I-NOVA Parks auf einer Fläche von circa 72 ha sieht in großen Teilen einen Gewerbe- und Industriepark vor. Dabei sollen die neuen Nutzerstrukturen auch mit der Historie in Verbindung gebracht werden, beispielsweise durch die unter Denkmalschutz stehenden Gebäude. Es soll unter anderem ein Campus für innovative Unternehmen und die Gründerszene entstehen. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit für die Ansiedlung diverser Gewerbebetriebe. Erste Entwicklungen auf dem I-NOVA Park in Ibbenbüren sind bereits sicht- und spürbar. Auch für das geplante Gründer- und Innovationszentrum (INOWERK) gibt es konzeptionelle Überlegungen sowie eine Social-Media-Kampagne für die Umsetzung einer bis Ende Juli 2021 gelaufenen Testphase mit einem kostenfreien Arbeitsplatz in einem Bürocontainer im Digital Hub TD59. Mittelfristig sind für das Zentrum Räumlichkeiten auf der Fläche des INOVA-Parks Ibbenbüren vorgesehen. Hier kommt vor allem das Tor West als zentrales Eingangsportal des Geländes in Frage, wo grundsätzlich die Möglichkeit zur Nachnutzung von Bestandsgebäuden (z. B. ehemaliger Kauen, altes Pförtnergebäude) besteht.

Wir – die CIMA Beratung + Management GmbH – freuen uns sehr, vor dem Hintergrund dieser bisherigen spannenden Entwicklungen die Machbarkeitsstudie für ein Gründer- und Innovationszentrum in Ibbenbüren zu erarbeiten.

Vorstellung CIMA Beratung + Management GmbH

Das interdisziplinäre Team der CIMA Beratung + Management GmbH (cima) besitzt seit 1988 eine langjährige Beratungserfahrung für öffentliche und private Kunden in den folgenden Themenfeldern: Immobilien, Stadt- und Regionalentwicklung, Handel, Marketing, Digitale Stadt und Region, Management, Wirtschaft sowie Wissen. Im Immobilienbereich sind neben thematisch diversen Markt- und Standortanalysen sowie Machbarkeitsstudien die Entwicklung von Gewerbeflächen, Wohnflächen und Immobilien zu nennen. Die cima ist auf die Zukunft von Städten und Regionen fokussiert. Unsere Stärke sind Kommunikation und Kooperation an der Schnittstelle von öffentlicher Hand, privater Wirtschaft und den aktiven Teilen der Stadtgesellschaft. Als Koordinator öffentlicher und privater Interessen sind wir methodensicherer Partner, der gemeinsam mit den Agierenden in den Städten und Regionen Lösungen erarbeitet und ihnen Wissen und Instrumente vermittelt.

An insgesamt 10 Standorten sind derzeit circa 90 Mitarbeiter/-innen beschäftigt. Das Projekt zur Erarbeitung der Machbarkeitsstudie für ein Gründer- und Innovationszentrum in Ibbenbüren wird federführend von der cima am Standort Hannover (Martin Kremming, Petra Bamann, Marc Peus) erarbeitet und durch die fachspezifischen Kompetenzen am Standort Lübeck (Uwe Mantik, Nils Meyer) ergänzt.

Team CIMA Hannover

Quelle: CIMA

Aufgabenstellungen im Projekt

Für die Etablierung eines Gründer- und Innovationszentrums in der Region soll ein von der cima moderierter dialogorientierter Planungsprozess gestartet werden. Beteiligt werden sollen im Rahmen diverser Formate (u. a. Befragungen, Workshops) kommunale Vertreter/-innen, Wirtschaftsförderer/-innen, Unternehmer/-innen und weitere Personen mit Fachexpertise. Darüber hinaus sollen außerdem potenzielle Nutzer/-innen identifiziert und einbezogen werden, um deren individuelle Bedürfnisse und Ideen berücksichtigen zu können. Neben Öffentlichkeitsveranstaltungen sollen die etablierten Medien (u. a. Projektmagazin, Internetauftritt) für die Außendarstellung und Kommunikation des Projektfortschritts genutzt werden.

Bestandteil der Machbarkeitsstudie sollen auf dieser Basis die folgenden Bausteine sein, die abschließend in einer Ergebnisbroschüre zusammengestellt werden:

  • Grundlagen und Standortanalyse: Für die Analyse des Mikrostandorts wird eine Ortsbesichtigung und Bestandsaufnahme der relevanten Flächen auf dem Gelände des I-NOVA Parks in Ibbenbüren durchgeführt. Ergänzt wird dies durch eine ausführliche Standortanalyse der Stadt sowie Kohleregion Ibbenbüren. Der Fokus liegt auf den Strukturdaten, die die Basis für das Gründungs- und Innovationsgeschehen darstellen. Im Rahmen einer Best-Practice-Analyse werden vergleichbare Gründer- und Innovationszentren identifiziert und hinsichtlich ihrer Übertragbarkeit geprüft.
  • Erstellung eines inhaltlichen Konzeptes: Die Basis hierfür stellen neben den Grundlagen und der Standortanalyse die Beteiligungsformate dar, sodass ein auf die Bedürfnisse der Nutzer/-innen sowie Ideen der weiteren Beteiligten abgestimmtes Konzept entwickelt werden kann.
  • Erstellung eines Raumkonzeptes: Es werden Anforderungen an die Räumlichkeiten und die (technische) Ausstattung des Gründer- und Innovationszentrums sowie Empfehlungen zum organisatorischen Betrieb getroffen. Daraus wird ein nachfrageorientiertes Raumkonzept bezüglich der Größe, Struktur und Art der Räumlichkeiten entwickelt.
  • Erstellung eines Betreibermodells: In diesem Baustein werden die Vor- und Nachteile verschiedener Betreibermodelle abwägend dargestellt, durch Fördermittelzugänge ergänzt und unter Rückgriff auf die Beteiligungsformate Empfehlungen zur künftigen Bewirtschaftung getroffen.
  • Zeit- und Maßnahmenplan: Für das ermittelte inhaltliche und räumliche Konzept sowie den Betrieb werden die zu ergreifenden Maßnahmen im Zeitverlauf dargestellt und um eine Gegenüberstellung von Kosten und Einnahmen angereichert.

Auf dieser Basis soll ein umsetzungsfähiges Gesamtkonzept entwickelt werden. Dieses soll ein klares Profil für die Zukunft aufzeigen und darstellen, wie sich ein Gründer- und Innovationszentrum als Zukunftsstandort in der Kohleregion Ibbenbüren etablieren kann. Dazu ist die Einbindung der verschiedenen Beteiligten eine entscheidende Voraussetzung. Nur so kann gewährleistet werden, dass die Strategie deren Interessen und Ideen berücksichtigt, auf einem breiten Konsens beruht und eine allgemein akzeptierte Richtschnur darstellt.

Die Schnittstelle Kohlekonversion und die CIMA Beratung + Management GmbH freuen sich auf einen erfolgreichen gemeinsamen Prozess und einen aktiven Dialog mit den Beteiligten.